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Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 03. August 2017 21:49

Moinmoin!

Plötzlich und unerwartet ist er von uns gegangen: Der Zündfunke!

Ich war heute unterwegs und nach genau 107 km ging die Fuhre aus.
Starter drehte, Sprit war da, also Kerze raus und: Weg war er, der
Herr Funke! Zu Hause das mit einer neuen Kerze überprüft, aber nix
da. Herr Funke hatte wohl unterwegs keine Lust mehr. Vielleicht war
ich zu langsam...grinning smiley

Aber mal im Ernst: Hat die Bubub einen bekannten Bug, den ich zuerst
checken sollte?

Danke schon jetzt und Grüße
Thomas

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Albert (---.pppoe.wtnet.de)
Datum: 04. August 2017 00:20

Ich würde die Kabelstecker an der Zündspule überprüfen und dann den Hallgeber
(Pulse Generator) durchmessen 420 bis 520 Ohm. Stecker mit zwei Kabel in der Nähe der Zündspule.Das Kabel geht dann vorne in den Kuppelungsdeckel.

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 04. August 2017 09:02

Moin!

Danke für den Tipp! Wenn das Wetter so bleibt, fahre ich die Strecke
nochmal ab! Irgendwo muss er ja liegen, der Zündfunke! spinning smiley sticking its tongue outsmiling bouncing smiley

Spaß beiseite: Ich mach' mich mal auf ins Gefecht und werde berichten.

LG
Thomas

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 04. August 2017 11:14

Sooo!

Erste Erkenntnisse:

Ich habe mal gemäß Werkstatthandbuch die Zündspule durchgemessen:

Der Widerstand der Primärwicklung war etwas zu hoch:
Soll 0,18 +/- 0,02 Ohm
Ist 0,28 Ohm

Der Widerstand der Sekundärwicklung sowohl gegen den Kerzenstecker
als auch gegen das Kabel ohne Stecker liegt gut
Soll mit Stecker 5,18 +/- 1,25 kOhm
Ist 5,86 kOhm
Soll ohne Stecker 4,1 +/- 0,4 kOhm
ist 4,32 kOhm

Kabelstecker vom Hallgeber hat 474 Ohm

Die Suche geht weiter...

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 04. August 2017 12:05

Kann ich die CDI testen, ohne mir den im Werkstatthandbuch
angegebenen Tester anzuschaffen?

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Albert (---.pppoe.wtnet.de)
Datum: 04. August 2017 13:51

Tester gibt es nicht mehr.
Nur tauschen.

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: choice (---.dip0.t-ipconnect.de)
Datum: 04. August 2017 14:52

Lichtmaschine getestet?

gruss
choice

Ich bin zwar komisch, aber jeder weiss es!

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 06. August 2017 00:17

Yes

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Der Hammer (160.44.230.---)
Datum: 10. August 2017 13:36

Das Lustige bei einer defekten Zündwicklung in der Lichtmaschine ist, dass bei kaltem Motor alles funktioniert und dann irgendwann unterwegs der Tod eintritt, um irgendwann wieder zu funktionieren, wenn die Maschine wieder zu Hause steht.

Da ist dann irgendwo in den Wicklungen ein Draht durch, der mal so oder mal eben nicht leitet. Im Prinzip ein Kabelbruch.

Das kann ganz schön nervig sein. Dagegen hilft nur der Austausch des Stators.

Ich habe mal versucht die Wicklungen runterzuschneiden um die neu zu wickeln. Weils vergossen ist, ist das schon richtig doof. Und hier kann bestimmt niemand sagen, wieviele Wicklungen überhaupt im Erfolgsfalle wieder drauf müssen.

Leider scheine ich Elektrodefekte anzuziehen. Regler, CDI, 2 Lichtmaschinen.
Nächste Alternative: Gleichstrom CDI z.b. Ignitch.

Der CDI-Fehler war bei mir allerdings nicht von Zündausfall begeleitet, sondern von Frühzündung mit massivem Zylinderklopfen mit der Folge einer abgerissenen Zylinderkopfschraube.

Gruß
sledge

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 10. August 2017 14:20

choice schrieb:
-------------------------------------------------------
> Lichtmaschine getestet?

An den gelben Kabeln zu messen, ist vergebliche Liebesmüh, denn der Zündfunke wird vom schwarz/roten Kabel generiert. Widerstand 100-250 Ohm.

Ich revidiere meine Aussage! Das schwarz/rote Kabel habe ich nicht gemessen.

Und deshalb eine bescheidene Frage: Messe ich den Widerstand bei stehendem Motor?

Blöde Frage: Ich hab's im WHB gefunden und: Kein Öhmchen zu messen!



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.17 22:30.

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 12. August 2017 19:08

Moin!

Nachdem es heute den ganzen Tag geregnet hat, habe ich den linken Deckel abgeschraubt. Hmmm...

Vor einem Jahr hatte ich ja ein Problem mit der Batterie. In diesem Zusammenhang
hatte ich den Deckel schon mal runter, weil es da zeitweise etwas gerumpelt hat
und dabei eines der Scheibchen gefunden, die gerne mal runter fallen. Irgendein
Vorschrauber hat wohl nicht aufgepasst...

Seltsamerweise waren damals zwei der Scheibchen nicht an den dafür vorgesehenen
Stellen. Wie gesagt, habe ich aber nur eines gefunden...

NUN habe ich das zweite in der Hand und das hat ganze Arbeit geleistet. Da hat
der Schrauber wohl nicht aufgepasst... angry smiley

Jedenfalls macht die Lichtmaschine noch Strom aber nur für die Batterie...

Danke an euch alle, vor allem an Choice, der mit der LIMA Recht hatte.

Viele Grüße
Thomas

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Harri (---.ewe-ip-backbone.de)
Datum: 13. August 2017 00:28

Ich kann Dir oder auch anderen nur zum Verständnis mit der Erklärung helfen.
Die beiden Anlaufscheiben sind normalerweise die, die aussen und innen auf der Welle mit dem doppelten Zwischenzahnrad sitzen.
Beim Deckelabbau gibt es zwei Möglichkeiten. Die Welle bleibt beim Abziehen entweder im Motorgehäuse oder im Deckel stecken.
Wenn diese Welle im Motor stecken bleibt, dann fällt nur die äußere Scheibe in den Keller, da die äußere Scheibe meistens am Deckel kleben bleibt, dort übersehen und erst beim Anbau dann unbemerkt runterfällt.

Bösartig ist es wenn die Welle im Deckel steckenbleibt.
Da bleibt die innere Scheibe am Motor erst mal kleben, löst sich aber gerne etwas verzögert, wenn man mit dem Deckel beschäftigt ist. Als nächsten Schritt zieht man ja die Welle aus dem Deckel, steckt sie dann in den Motor selbstverständlich ohne auf die innen notwendige Anlaufscheibe zu achten.
Im worst case Fehlerszenario folgt, daß beim Einstecken der Welle in den Motor die Welle nochmal angeschaut wird und selbstverständlich falschrum, also um 180° gedreht in das Mototgehäuse gesteckt wird, und erst recht nicht nicht auf die äussere Anlaufscheibe, die wieder im Deckel klebt, geachtet wird.
Runterfallende Scheiben findet man in der Regel/meist am Magnet des Rotors. Das kann bösartigerseite auch dahinter im nicht sichtbaren Teil sein.

Zusammengefasst, es ist eigentlich ganz einfach:
- Deckel abnehmen
- das Zwischenzahnrad und die beiden Anlaufscheiben suchen
- sich das Zwischenzahnrad genau anschauen und wundern, daß auf den Nadellagern der Welle auf der inneren Seite ein 13 zahniges Zahnrad und auf der äußeren Seite ein 14 zahniges Zahnrad mit Markierung rund auf den Spitzen sich befindet
- das Zwischenzahnrad mit den beiden Anlaufscheiben an der richtigen Stelle wieder in das Motorgehäuse stecken (die Markierungen müßen hinterher aussen sichtbar sein).

Sowie der Motor hinterher doch irgendwelche schleifende Geräusche machen sollte, sofort aus und nix mehr probieren (weil es nicht besser wird), sondern Deckel nochmal runter und die/eine Scheibe/n, auch hinter dem Rotor suchen.

------------------------------------------
Ich bin schizophren.
Aber wir zwei kommen gut miteinander zurecht und verstehen uns auch.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.17 00:37.

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 13. August 2017 02:00

Sehr gut erklärt! Vielen Dank!
Beim ersten Öffnen des Deckels habe ich ziemlich sofort die zedepperte
Anlaufscheibe gefunden. Beim Blick ins WHB habe ich gesehen, dass es
mehr als eine gibt und deren Vorhandensein geprüft.

Ich kann nicht mehr sagen, ob die Welle stecken geblieben ist, aber es
fehlten zwei Scheibchen. Da ich das zweite Scheibchen nicht gefunden
habe, bin ich aus Vereinfachungsgründen davon ausgegangen, dass
der, der so ein Scheibchen in der Lima vergisst, auch ein Scheibchen
einfach ausserhalb vergisst.

Ich hätte wohl besser suchen müssen. Deine Erklärung Harry, hätte
mich sicherlich zu mehr Aufmerksamkeit bewegt.

Viele Grüße
Thomas

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 13. August 2017 02:03

Und man sollte wohl ab und zu ohne Ohrenstöpsels fahren...winking smileycool smiley

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 18. August 2017 19:16

Morgen wird gebastelt:

[shop.draemel.de]

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: choice (---.dip0.t-ipconnect.de)
Datum: 19. August 2017 09:41

Ein erfolgverprechender Ansatz!

gruss
choice

Ich bin zwar komisch, aber jeder weiss es!

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 19. August 2017 16:47

winking smiley

Deine Signatur hat mich inspiriert:

Ich bin zwar blöd, aber keiner weiss es!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.08.17 16:48.

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Re: Zündfunke, und zwar eigentlich eher keiner!
geschrieben von: Hotzenplotz (---.ip-addr.inexio.net)
Datum: 09. September 2017 16:40

Moin!

Das Wetter ist bescheiden, weshalb ich mich heute wieder dem Xbrle
zugewandt habe. Es läuft wieder!!!

Defekt war de facto die Lichtmaschine. Ursache war eine dieser
wunderschönen Scheiben, die ihr zerstörerisches Werk unbemerkt
im Innern vollzogen hat.

Danke für die super Unterstützung. Man lernt NIE aus.

Viele Grüße
Thomas

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