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Pleuellagerschaden
geschrieben von: XBRor (141.48.147.---)
Datum: 25. September 2017 14:19

Ein spätsommerliches Hallo in die Runde,

kann mir jemand Auskunft geben über die Kosten, die für die Reparatur eines Pleuellagerschadens realistischerweise aufgerufen werden?
Die von meiner derzeitigen Werkstatt genannte Summe verdreifacht zwar den Marktwert der XBR, übersteigt damit aber eindeutig meine finanziellen Möglichkeiten, so dass ich gern Erfahrungsberichte zum Thema "Kosten für Überholung Kurbelwelle plus evtl. neues Pleuel samt Ein- und Ausbau" einholen würde, um zu entscheiden, ob und wie es mit uns weitergeht.
Würde mich ungern ungern ungern (Ungarn?) von der good old lady trennen, allerdings muss sie fahren, womit der Kreis sich schließt.
Also in Kürze:
1. wie kommt es (trotz korrektem Ölstand und, jawohl, warmgefahrenen Gefüge, Kilometerstand 43.000) überhaupt zum Pleuellagerschaden?
2. wer hat Erfahrung mit daraus resultierendem Motorwiederaufbau (und den Kosten des Ganzen)?
3. nur um möglicherweise missverständliches auszuschließen: ich möchte weder Werkstätten gegeneinander ausspielen noch Menschen ihrer Einkommensgrundlagen berauben. Sondern nur versuchen rauszukriegen, ob die XBR und ich von nun an tatsächlich getrennte Wege beschreiten müssen.

Dankeschön,
Günni zu Fuß

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: Robert (139.191.125.---)
Datum: 25. September 2017 15:54

Das hört sich zumindest ungewöhnlich an.
Erfolgte die Diagnose am offenen Herzen? Oder ist das ins Blaue hinein geschossen?

Pleuellagerschaden tritt eher kaum auf, da kommen eher andere Dinge zuerst.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: XBRor (141.48.147.---)
Datum: 25. September 2017 17:11

Hallo Robert,

dankeschön.
Defekt trat auf Heimweg eines langen, problemlosen Ausflugtages auf. XBR flog wie ein Bienchen (besser: Hummel), dann Leistungsverlust (ohne erkennbaren Grund und Geräusch), weiter mit verminderter Drehzahl, "Leistungserholung", wieder flottere Fahrt (long way home...), dann unvermittelt böses Geräusch, Leistung weg, aus die Maus. Ruf die gelben Männchen von ACDC!

Werkstattdiagnose nach Thoraxöffnung: Schaden am Pleuellager als erste Ursache für weitere Schaden am Pleuel und Kolben.
Deshalb: Reparatur von Kurbelwelle (samt Pleuel und Pleuellager) plus neuen Kolben. Für viel Geld.
Richtigkeit/Verlässlichkeit der Aussagen will ich nicht grundlos in Frage stellen,
hätte halt gern Eure Erfahrungen bzw. einen preislichen Vergleich eines solchen oder ähnlichen Falls.

Danke und Grüße,
Günni

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: deccar (88.128.80.---)
Datum: 25. September 2017 17:20

Hallo,
das Problem mit dem Pleuellager hatte vor 2 Jahren auch, allerdings nach 85000km am Tacho (ohne zu wissen wieviel es wirklich sind, da Gebrauchtkauf!und jetzt 32 Jahre alt) mit neuem Tüv!
Wie oft der Motor bei dieser Laufleistung mit wenig Öl gelaufen ist, weiss niemand!

ein Tipp, kauf Dir nen Rumpfmotor, bau Zylinder und Kopf um mit neuen Dichtungen und gut ist.
Den alten dann als Ersatzteilspender in den Keller.

Mein Problem bleibt die undichte Ventildeckeldichtung aufgrund ausgeleierter Gewinde, da muß ich nochmal ran.
Ist meine Winterschlampe, darf halt nix kosten, macht aber trotzdem Riesenspaß.
(Auch im Sommer bei 30°)
Gruß
Stefan

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: everXBR (---.web.vodafone.de)
Datum: 25. September 2017 17:21

genau deshalb (ersatzmotor) hat der Günni ne PN von mir bekommen Stefan :-)
nu müßt er sich nur noch "rühren" grinning smiley

Gruß Ever
Mein Motor hat außen ab und zu mehr Öl wie innen, und meine Beiträge sind ausschließlich unqualifiziert.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: XBRor (141.48.147.---)
Datum: 25. September 2017 17:34

Hallo Martin,

ich rühre ja schon wie wild...
Also, danke für das Ersatzmotorangebot.
Allerdings wohn ich nicht wirklich um die Ecke (PLZ 061..), daher ist das mit dem Abholen so eine Sache. Ich guck mal, wie das gehen könnte.
Bis hierhin Danke!

Verstehe ich also richtig: lieber Ersatzmotor als Reparatur?

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: everXBR (---.web.vodafone.de)
Datum: 25. September 2017 18:00

naja wie du deinen beschreibst, ist der wie n explodiertes Ei.
Zu viele Teile, die neu gemacht werden müssten.

Deswegen sehe ichs wie Stefan. Ersatzmotor nehmen und aus deinem die guten Teile weiterverwenden.

Gruß Ever
Mein Motor hat außen ab und zu mehr Öl wie innen, und meine Beiträge sind ausschließlich unqualifiziert.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: XBRor (141.48.147.---)
Datum: 25. September 2017 18:30

"wie n explodiertes Ei" triffts vermutlich ganz gut.
Nur dass die Schale ganz geblieben ist.
Deshalb sah das Ganze auch so harmlos aus....
Ok, dann dankeschön erstmal bis hierhier.

Einen schönen Abend,
Günni

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: Johannes (Moderator)
Datum: 08. Oktober 2017 22:56

Wiederaufbau lohnt leide nicht wenn Du das gescheit machen willst bist Du über 2000 Euro los und dann ist der Motor trotzdem nicht „neu”
Ich hatte mal einen Ventilsitz Ausfall und habe das repariert kurz danach war das Kurbelwellen Lager kaputt.
Einen XR650 (wassergekühlt) habe ich nach einem Kolbenfresser komplett mit KW Überholung bei Grossewächter und Karillo Pleul mit allen Lagern und Dichtungen neu gemacht und der hat trotzdem nicht mehr wie 20000 gehalten (das Teilnwar aber sehr getuned)

Mit freundlichem bub bub bub
Johannes
[www.xbr.de]

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: Harri (---.ewe-ip-backbone.de)
Datum: 09. Oktober 2017 00:09

Ein explodierter XBR Motor kann so aussehen.



Der Schaden war ein abgerissenes oberes Pleuelauge. Der Pleuelstumpf hat sich dann in die Ausgleichswelle gestemmt und diese nach vorne aus dem Motorblock gedrückt.

------------------------------------------
Ich bin schizophren.
Aber wir zwei kommen gut miteinander zurecht und verstehen uns auch.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: everXBR (---.web.vodafone.de)
Datum: 09. Oktober 2017 08:15

Autschn Harri!eye popping smiley Da kommst miT DIRKO nicht weit, wenn den reparieren wolltesteye rolling smiley

Gruß Ever
Mein Motor hat außen ab und zu mehr Öl wie innen, und meine Beiträge sind ausschließlich unqualifiziert.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: HarriS (---.cnuv.de)
Datum: 09. Oktober 2017 11:12

Ist ca 10 Jahre her. Diese XBR hat nicht nur einen "neuen" Motor, sondern auch einen Ersatzrahmen bekommen, da die Gewalt, mit der der abgesprengte Teil des Motorgehäuses nach vorne gedrückt wurde, dafür gesorgt hat, daß die vorderen Motorhalter vollkommen verbogen waren und zusätzlich der Rahmen von innen nach aussen ca 2 cm größer geworden ist.
Gemerkt habe ich das aber erst beim Einbau, da der Motor fast ohne drehen sowas von ganz leicht in den Rahmen gepasst hat. Das hätten die Hondaleute übrigens gleich so machen können.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: choice (---.dyn.telefonica.de)
Datum: 09. Oktober 2017 11:20

Aber die Haxen haben geschmeckt.

gruss
choice

Ich bin zwar komisch, aber jeder weiss es!

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: xbrina (---.dip0.t-ipconnect.de)
Datum: 09. Oktober 2017 11:59

Ja, ist auch meine Erfahrung. Wird die Kompression an einem alten XBR Motor auf Sollwert gebracht, sind Pleuel- und Kurbelwellenlager in Gefahr. Die sollten bei der Aktion erneuert werden. Die Kosten dafür bewegen sich zwischen 1.500 und 2.000 Euronen. Je nachdem was noch gemacht werden muß. Wir haben es mal bei 35.000 km (Kompressionsverlust) machen lassen und es nicht bereut. Die alte Dame hat jetzt 90.000 km runter und läuft noch immer wie die sprichwörtliche Biene. Die Kosten sind schnell vergessen, wenn die Kiste wieder richtig gut läuft. Wichtig ist ein guter, vertrauenswürdiger Mechaniker, der auch die restlichen Teile professionell vermessen und beurteilten kann. Beim vertikal geteilten Motorgehäuse wird´s eben teuer, wenn man nochmal ran muß. Einen gebrauchten Motor würde ich nur kaufen, wenn alles stimmig ist. Was da z.Tl. bei Ebay angeboten wird, ist in erbarmungswürdigem Zustand. Falls man einen findet, würde ich den Alten auf alle Fälle behalten, denn wenn die Bikes eines Tages zu Liebhaberstücken werden, wird auf Motornummern etc. geachtet.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: xbrina (---.dip0.t-ipconnect.de)
Datum: 09. Oktober 2017 13:17

Lese gerade im Dekompressionsthread, daß es keine Matching Numbers bei Honda gibt, damit ist meine letzte Bemerkung wohl hinfällig.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: starky4711 (91.205.36.---)
Datum: 09. Oktober 2017 16:38

Harri schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ein explodierter XBR Motor kann so aussehen.
>
> Der Schaden war ein abgerissenes oberes
> Pleuelauge. Der Pleuelstumpf hat sich dann in die
> Ausgleichswelle gestemmt und diese nach vorne aus
> dem Motorblock gedrückt.

Brachial ...

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: everXBR (---.web.vodafone.de)
Datum: 09. Oktober 2017 16:45

naja Harri war, wenn ich mich recht an die Erzählungenerinnere , flat out auf der Bahn unterwegs als das passierte :-)

bis so n motor bei 8000 u/min. ca dann zum stehen kommt, dauert ja doch etwas, er hat also genug Zeit Löcher zu reißen und Rahmen zu verbiegen

Gruß Ever
Mein Motor hat außen ab und zu mehr Öl wie innen, und meine Beiträge sind ausschließlich unqualifiziert.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: roland_r (---.092.217.pools.vodafone-ip.de)
Datum: 09. Oktober 2017 17:15

Dem Harry sein gesprengter Motor war mir eine Lehre,
bei meinem überholten Motor drückt es keine Ausgleichswelle raus :-)).

Die Motorüberholung habe ich übrigens mit choice gemacht (oder er mit mir),
vielen Dank nochmal an choice, der Motor geht echt gut.
Habe ihn allerdings erst 4000km gefahren, aber kein Ölverbrauch oder sonstige
negative Anzeichen über die man sich Gedanken machen müsste.

Gruß
roland

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: everXBR (---.web.vodafone.de)
Datum: 09. Oktober 2017 18:17

Das einzige worüber du dir Gedanken machen machen musst roland, ist, ob deine Meniskus(se) das auf Dauer aushalten werden, dass es dir keine welle mehr rausdrücken kann^^

Gruß Ever
Mein Motor hat außen ab und zu mehr Öl wie innen, und meine Beiträge sind ausschließlich unqualifiziert.

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Re: Pleuellagerschaden
geschrieben von: Harri (---.ewe-ip-backbone.de)
Datum: 09. Oktober 2017 19:03

Die Geschichte war nicht im roten Bereich und ich hatte an dem Tag den Motor schon warmgefahren, sprich vorher schon ca 400km mit zwei kurzen Tankpausen gemäßigt mit 16er Ritzel zwischen 140 und 150 rumgedümpelt. Das Ganze ist kurz vor der Ankunft in einem Bergaufstück, wo ich es halt nur für ein bis 2 km nochmal wissen wollte, dann bei irgendwas knapp unter dem roten Bereich passiert, also nicht bei 8000 U/min. Die Geschwindigkeit lag bei so knapp 190 km/h und das hatte ich vorher auch schon immer wieder mal kurzzeitig gemacht. Das war auch gar nicht spektakulär, weil es nur einmal einen harten Schlag gegeben hat und ich bin dann mit der sofort gezogenen Kupplung und stehendem Motor, weil ich nicht schieben wollte, etwas über einen Kilometer bis zur nächsten Notrufsäule gerollt.

Um zum Pleuellagerschaden zurückzukommen. Ich habe einen Pleuellagerschaden bei einem 80 000 Km Motor gehabt. Ursächlich war m.M. am ehesten, weil ich damit zwei Winter damit täglich zur Arbeit mit 5 km Strecke gefahren bin. Da ist der Motor halt einfach nicht warm geworden. Das war einfach eine andere Zeit, da ein Motor mit über 70 ooo ein alter Motor war und man sich, da man gute gebrauchte 27 PS Seilzugdekomotoren (wollte mal keiner haben) für 150- 200 Euro problemlos bekommen konnte, keine großen Gedanken darum gemacht hat. Bei einem Alltagsbärchen hieß das, alten Motor raus, in einen anderen Motor 44PS Nocke (gab es noch neu zB über Mart!n für unter 180 € oder gut gebraucht für 85 bis 110€)eingebaut, rein damit und weiter ging es, Motorreparaturen waren nicht wirtschaftlich. Die Motorenbeschaffungsflaute kam erst später und die günstigen Zeiten werden nicht mehr kommen.

------------------------------------------
Ich bin schizophren.
Aber wir zwei kommen gut miteinander zurecht und verstehen uns auch.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.17 11:51.

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